| Abstract: | CONCLUSION. Es galt, ein Substrat zu finden, welches sich gleichmäßig auf die Fasern aufzieht, sie nicht verkleistert, aber dennoch tief genug in die porösen Strukturen der Cellulosefaser eindringen kann. Es füngiert quasi als Flickmittel für die abgebaute Cellulose. Mit der konservatorischen Eigenschaft der hohen Alterungsbeständigkeit und der Neubindung abgebauter Cellu-losemolekülketten via Wasserstoffbrücken wird der Abbau der Cellulose verzögert. Es liegt deshalb nahe, diese »wirksame Alterungsbremse« im Bereich der kationisch geladenen, polymermodifizierten Stärkeethern, zu suchen. Der praktische Nachweis und die experimentelle Verifizierung der Theorie, archäologische Fasern mit kationisch geladenen, polymermodifizierten Stärkeethern zu stabilisieren, ist als Forschungsprojekt geplant. Die Eigenschaften und Vorzüge von Stärkeethern konnten in dem hier verhandelten Kontext nur kurz und vorwiegend am Beispiel der HES Kollotex 1250 beleuchtet werden. Wie eingangs erwähnt, sind Stärkeether in der Restaurierungstechnik immer noch unbekannt, ein Umstand, der das Fachgespräch und den Erfahrungsaustausch nicht besonders beflügelt. Deshalb wäre zu begrüßen, wenn sich Restauratoren animiert fühlten, die Stärkeether auf den Prüfstein experimenteller Praxis zu stellen. |